Archivgruppe des Heimatvereins

Archivgruppe des Heimatvereins

Gesucht wird…

Heimatverein Cappeln möchte Bilder, Personen, Ereignisse richtig einordnen

 (lesen Sie den Bericht von Aloys Landwehr aus Lastrup, freier Mitarbeiter der Lokalzeitungen)

„Wir haben aus dem Nachlass des ehemaligen Rektors Franz Dwertmann viele Fotos und Unterlagen erhalten, wir haben auch von anderen Personen und aus anderen Anlässen ganz viel gesammelt. Diese Schriftstücke und vor allem Fotos möchten wir ein- und zuordnen und möglichst mit den Namen aller dargestellten Personen versehen“, erläutert Eduard Bührmann. Gemeinsam haben die Mitglieder der Archivierungsgruppe des Heimatverein Cappeln deshalb eine eigene Rubrik auf der Homepage des Vereins geschaffen unter dem Namen „Gesucht wird….“. Hier werden in kurzem Wechsel Fotos eingestellt, auf denen Personen unbekannt sind oder dargestellte Ereignisse oder Szenen  nicht richtig zugeordnet werden können.

Jeden Montag treffen sich die zurzeit sieben Mitglieder der neuen Archivierungsgruppe in den Räumen des Heimatvereins im Rathaus in Cappeln. „Im Laufe der Zeit, auch und vor allem durch die Arbeit am Dörp-Echo, haben wir eine Vielzahl von Materialien erhalten. Dazu kam der Nachlass des ehemaligen Rektors Franz Dwertmann oder jüngst erst das Anschreibebuch des „Kunst- und Handelsgärtners“ Bernhard Südkamp aus Cappeln“, erzählt Gerhard Menke (siehe Beitrag). Die Mitglieder haben inzwischen die mehrere tausend Einzelstücke in vielen Ordnern zusammengestellt. Doch zu vielen Bildern fehlen die Namen der abgebildeten Personen oder der Anlass, aufgrund dessen das Bild entstanden ist. Alle diese Exponate möchten die Cappelner Archivare nicht nur sammeln. Sie möchten sie in den zeitlichen Rahmen und in die historischen Zusammenhänge bringen und irgendwann der Öffentlichkeit vorstellen.

„Wir haben dazu in Andreas Lünsmann jemanden gefunden, der die Homepage pflegt. Zudem hat Karl-Heinz Deeken eine Vorrichtung entwickelt, die es uns leicht möglich macht, die unterschiedlichen Formate der Dokumente einzuscannen, so dass wir gleich am PC damit arbeiten können. Die Jungs sind heiß und haben bereits tausende Bilder eingescannt“, lobt Heimatvereinsvorsitzender Manfred Plog.

„Wir sind am Anfang des Jahres ausgesprochen jungfräulich angefangen und haben uns erst einmal in Visbek und Lohne schlau gemacht. Dann haben wir die Grundlagen festgelegt, wer was wie einscannt“, erinnert sich Gerhard Menke.

In Zukunft möchte die Archivierungsgruppe erreichen, dass Menschen mit ihren Unterlagen wie Chroniken, Dokumente, Verträge, Tagebüchern, Fotos, Familienbildbänden oder Ähnliches zu ihr kommen und die Dokumente zum Einscannen und zum Archivieren zurVerfügung stellen. „Werft nichts weg. Bringt es uns. Vielleicht sind diese Dinge für uns wertvoll. Bringt uns auch Dinge, die ihr gerne behalten möchtet. Ihr bekommt alles nach dem Scannen wieder“, appelliert Mitglied Jochen Freese.

Jetzt ist für die Gruppe auch die Bevölkerung gefordert. „Zunächst stellen wir in kurzen zeitlichen Abständen Bilder auf die Homepage www.heimatverein-cappeln.de . Hier können Interessierte zu den jeweiligen Fotos fehlende Angaben ergänzen. Was oder wer unbekannt ist, ist in der Regel durch ein Fragezeichen gekennzeichnet. Die ersten Bilder sind eingestellt“, hofft Werner Fangmann auf die Mitarbeit aller Interessierten. Und wer selber mitarbeiten möchte, kann montags von 18-20.00 Uhr unbürokratisch im Besprechungsraum des Heimatvereins vorbeischauen.

An jedem Montag treffen sich die Mitglieder der Archivgruppe des Heimatvereins Cappeln

mit (v. lks.) Karl- Heinz Deeken, Gerhard Menke, Jochen Freese, Eduard Bührmann und Werner Fangmann. Heimatvereins-Vorsitzender Manfred Plog (3.von li.) freut sich über das Engagement.
Es fehlen auf dem Foto Gregor Brokamp und Andreas Lünsmann.

Foto: Aloys Landwehr